Tel: 0381 - 49 30 33 0
Fax: 0381 - 49 30 33 15

 

Ein notarielles Testament ersetzt den Erbschein

 Bisher war dies in den AGB verschiedener Banken noch inhaltlich verankert. Doch es gibt einfachere und billigere Wege eine Erbschaftstellung nachzuweisen - z.B. ein notarielles Testament. Darum erklärte der BGH mit seinem Urteil (v. 08.10.2013, Az. XI ZR 401/12) derartige AGB-Klauseln der Banken für unwirksam.

Auch wenn die entsprechenden AGB-Klauseln der Banken und Sparkassen mit der Entscheidung des BGH nun hinfällig sind, bedeutet das allerdings nicht, dass sie generell keinen Erbschein mehr verlangen dürfen. Das Urteil greift nämlich nur bei rechtsgültigen Nachweisen. Liegt jedoch nur ein handschriftliches Testament vor, so bleibt ein Erbschein unverzichtbar, weil die Echtheit des hanschriftlichen Testamentes von den Banken und Sparkassen nicht überprüft werden kann.

Wohingegen bei Vorlage eines notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts ein Erbschein nur noch dann verlangt werden kann, wenn sich trotz eines solchen Testaments die Erbfolge nicht klar ergibt. Z.B. bei Auslegungsschwierigkeiten oder bei mehreren sich widersprechenden Testamenten.

Wer also vermeiden will, dass seinen Erben der Zugriff auf Konten und Depots erst mit Erteilung eines Erbscheins gewährt wird, sollte ihnen eine notariell beglaubigte Vollmacht über den Tod hinaus oder auch nur für den Todesfall erteilen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.