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Rechtsfragen - Testament

  1. Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie hat sich der Bedarf nach erbrechtlicher Beratung und Errichtung einer Verfügung von Todes wegen (Testament) signifikant erhöht.
    Allerdings ist das Erfordernis für eine Verfügung von Todes grundsätzlicher Art und besteht „eigentlich“ unabhängig vom Vorliegen der Corona-Krise.
    Mit der Errichtung einer letztwilligen Verfügung (regelmäßig das sog. Berliner Testament bei Eheleuten) wird die gesetzliche Erbfolge verhindert und insbesondere die völlig impraktikable Entstehung einer Erbengemeinschaft vermieden. Dabei ist es äußerst sinnvoll, den Nachlassplan der potentiellen Erblasser aktiv und unmissverständlich (juristisch einwandfrei) zu gestalten. Von der Verwendung von Mustern und Broschüren ist hierbei dringend abzuraten. Hinsichtlich der Gestaltung einer Verfügung von Todes wegen ist auf die weiteren Hinweise/Merkblätter auf der Homepage hinzuweisen.
  2. Möglich ist – zur Vermeidung von Ansteckungsgefahren – auch die Errichtung eines Testaments durch Übergabe einer offenen Schrift an den Notar.
    Der Vorteil dieser Errichtung nach § 2231 BGB besteht darin, dass der persönliche Kontakt für die Errichtung dieser Verfügung von Todes wegen auf ein Minimum beschränkt werden kann. Die Beratung/Besprechung kann im Vorfeld mittels Telefonbzw. Videokonferenz erfolgen. Der Erblasser muss sodann die Verfügung von Todes nicht selbst schreiben; eine Verlesung ist nicht notwendig. Die Schrift wird lediglich dem Notar übergeben. Dieser errichtet und verliest sodann das Protokoll, unter Beifügung der offenen Schrift.

Stand: Greifswald, den 20.04.2020

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